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Geflüchtetenpolitik | Pressemitteilungen

Berlins Juso-Vorsitzende Annika Klose als Seenotretterin auf der Sea-Eye

Berlin/Regensburg (3.8.2017) – Die Vorsitzende der Berliner Jusos, Annika Klose (25), wird vom 20. August – 3. September 2017 an einer Seenotrettungsmission der gemeinnützigen Organisation Sea-Eye vor der libyschen Küste teilnehmen. Dazu erklärt Klose:

„Ich unterstütze die Seenotrettung im Mittelmeer, da es für mich und die Jusos unerträglich ist, dass dort täglich Menschen auf der Flucht ertrinken. Dieser Katastrophe direkt vor unseren Augen dürfen wir nicht länger tatenlos zusehen. Daher habe ich mich dazu entschieden, auf der Rettungsaktion der Sea-Eye mitzufahren. Ich möchte konkret helfen, aber auch persönlich ein Bild von der Lage vor Ort bekommen und dieses nach Berlin tragen.“

Zur politischen Situation ergänzt Klose:

„Die Europäische Union ist in der Pflicht, eine staatlich organisierte Seenotrettung und sichere Fluchtrouten zu ermöglichen. Auch die deutsche Bundesregierung muss sich für den Schutz von Leben und Menschenrechten einsetzen. Die menschliche Würde ist auch an den EU-Außengrenzen unantastbar, dazu muss sich auch die Kanzlerin endlich bekennen.

Dass derzeit spendenfinanzierte NGOs und Freiwillige diese Aufgabe übernehmen müssen, ist ein Armutszeugnis. Statt des angebrachten Dankes an die Retter*innen müssen wir sogar erleben, dass die private Seenotrettung von Regierungsvertreter*innen, wie Innenminister Thomas de Maizière, kriminalisiert und verunglimpft wird. Seenotrettung ist kein Verbrechen, sondern humanitäre Pflicht.“

Sea-Eye-Vorsitzender Michael Buschheuer begrüßt das Engagement von Annika Klose: „Endlich macht sich eine Politikerin selbst ein Bild von der humanitären Katastrophe vor den Toren Europas.“

Der Autor: Jusos Berlin

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