Nach der Einführung von Hartz IV hat sich die Kinder- und Jugendarmut in Deutschland auf Millionen erhöht. Berlin nimmt dabei eine „Spitzenposition“ ein – in unserer Stadt lebt jedes dritte Kind in Armut. Wir Jusos wollen uns mit diesem gesellschaftlichen Skandal nicht abfinden. Wir wollen klar machen, dass Kinder- und Jugendarmut weder auf ein individuelles Versagen oder eine „verschwenderische“ Lebensweise der Eltern zurückgeführt werden kann. Wir wollen die Debatten weg von der reinen finanziellen Aspekten führen: Kinderarmut ist vielschichtig, sie ist ein Produkt sozialer Ungerechtigkeiten. Arbeitslosigkeit und Einkommensarmut, der Nichtvereinbarkeit von Familie und Beruf (Armutsrisiko Kind), der fehlenden beruflichen und schulischen Qualifikationen, die Staatsangehörigkeit und das Geschlecht. All dies können Ursachen für Armut sein.
Die Kampagne ist auf mehrere Ebenen angelegt. Gemeinsam mit unseren Verbandsmitgliedern und unseren BündnispartnerInnen haben wir nach den Ursachen und Folgen von Kinderarmut gefragt und Lösungsansätze diskutiert. Daraus entstanden ist ein umfangreicher Antrag, der mit überwältigender Mehrheit auf unserer ersten Landesdelegiertenkonferenz 2009 beschlossen wurde (Hier kannst du den Antrag lesen).
Nun werden wir unsere Positionen in die SPD und damit in die politischen Entscheidungsprozesse hineintragen. Um etwas an der Situation von Kindern und Jugendlichen zu ändern, muss aber darüber hinaus ein Umdenken innerhalb der Gesellschaft stattfinden. Hierfür haben wir unsere Kampagne ins Leben gerufen.
Wenn du Ideen hast, wie und in welcher Form wir unsere Ideen umsetzen können, freuen wir uns über Deine Mitarbeit!